Kurz gesagt
Regenwasser können Sie über eine bepflanzte Mulde, eine Rigole oder einen Sickerschacht im Garten versickern lassen oder in einer Zisterne sammeln. Das entlastet die Kanalisation und spart oft Gebühren. Ob eine Erlaubnis nötig ist, regelt das Wasserrecht, Auskunft gibt die untere Wasserbehörde des Kreises.
Wie kann ich Regenwasser in meinem Garten versickern lassen?
Die einfachste Lösung ist eine flache, bepflanzte Mulde im Rasen, in die das Fallrohr mündet. Bei wenig Platz kommt eine Rigole infrage, ein unterirdischer Speicher aus Kies oder Kunststoffblöcken. Ein Sickerschacht nimmt Wasser punktuell auf. Wichtig ist, dass der Boden das Wasser überhaupt aufnehmen kann.
Wo darf man Regenwasser ableiten?
Auf das eigene Grundstück, in einen Kanal oder Graben, wenn das erlaubt ist, aber nicht auf das Nachbargrundstück oder den Gehweg. Für das Einleiten in Gewässer und für größere Versickerungsanlagen brauchen Sie oft eine Erlaubnis.
Kann Kies Regenwasser versickern lassen?
Kies speichert Wasser kurz und gibt es langsam an den Boden ab. Unter Wegen und Stellplätzen hilft wasserdurchlässiges Pflaster mit Kiesunterbau. Auf schweren, nassen Böden versickert das Wasser trotzdem nur langsam.
Wie viel kostet es, Regenwasser versickern zu lassen?
Eine Mulde ist günstig, Rigolen und Zisternen kosten deutlich mehr, vor allem durch Erdarbeiten. Dem stehen eingesparte Niederschlagswassergebühren und kostenloses Gießwasser gegenüber. Wir planen und bauen solche Anlagen mit eigenem Bagger.
Stand: Oktober 2026. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Regeln vor Ort können abweichen.
