Ratgeber

Staunässe im Garten: was hilft?

Kurz gesagt

Staunässe entsteht, wenn Wasser im Boden nicht versickern kann, etwa bei verdichtetem Boden, Lehm und Klei oder hohem Grundwasser. Bei leichten Fällen hilft es, den Boden zu lockern und Sand einzuarbeiten. Bei großen nassen Flächen ist eine Drainage nötig, die das Wasser gezielt ableitet.

Was kann man gegen Staunässe im Garten tun?

  • Verdichteten Boden tief lockern, zum Beispiel nach Bauarbeiten
  • Sand und Kompost einarbeiten, um schwere Böden durchlässiger zu machen
  • Rasen aerifizieren und besanden
  • Pflanzen wählen, die Feuchtigkeit vertragen
  • Bei großen Flächen eine Drainage verlegen

Wie mache ich eine Drainage im Garten?

Gräben mit leichtem Gefälle ausheben, ein Drainagerohr in ein Kiesbett legen und mit Vlies umhüllen, damit kein Boden einschlämmt. Das Rohr führt zu einem Sickerschacht, einem Graben oder einem anderen zulässigen Ablauf. Wohin Sie das Wasser leiten dürfen, ist wichtig, denn auf das Nachbargrundstück darf es nicht.

Ist Blähton gut gegen Staunässe?

In Pflanzkübeln und Hochbeeten ja, als Drainageschicht am Boden. Im Gartenboden selbst bringt eine Schicht Blähton wenig, weil das Wasser trotzdem nicht in den Untergrund abfließt.

Was legt man zwischen Blähton und Erde?

Ein Vlies. Es verhindert, dass Erde in die Blähtonschicht rieselt und sie verstopft. Das gilt auch für Drainagerohre und Kies im Garten.

Warum ist Staunässe in der Marsch so häufig?

Marschböden sind schwer, tonreich und oft sehr eben, das Grundwasser steht hoch. Wasser zieht dort nur langsam ab. Deshalb gibt es in der Landschaft Gräben und Siele. Im Garten hilft ein guter Unterbau bei Wegen und Rasen.

Stand: Oktober 2026. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Regeln vor Ort können abweichen.